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Fitnesstraining für Morbus Parkinson Patienten

Aktualisiert: 19. Sept 2018



Der Begriff Morbus Parkinson bezeichnet eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, welche zu 75% idiopathisch ist, also keine bekannte Ursache hat.

Sie ist die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung im fortgeschrittenen Lebensalter, wo sie meist zwischen 50 und 60 Jahren auftritt.


Die Symptome dieser Krankheit sind Muskelstarre (Rigor), -zittern (Tremor), Haltungsinstabilität und verlangsamte Bewegungen (Bradykinese), bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese).

Diese äußern sich in ihrer Kombination unter anderem in einer, durch Vorbeugung von Kopf und Rumpf, pathologischen Körperhaltung sowie einem dementsprechenden pathologischen Gang, mit verlangsamtem Gehtempo, verminderter Spurbreite und nicht vorhandenem Armschwung.


Körperliches Fitnesstraining hat im Allgemeinen schon eine neuroprotektive (die Nervenzellen im Gehirn schützende) Wirkungsweise.

Regelmäßiges sportliches Training wird mittlerweile mit einem größeren Gehirnvolumen, in den Bereichen des zerebralen Kortex und des Hippocampus, sowie geringeren altersbedingten Hirnveränderungen in Verbindung gebracht.

Weiterhin reduziert körperliches Training in den mittleren Lebensjahren signifikant das Risiko später an Morbus Parkinson zu erkranken.


Die Trainingsplanung sollte sich hier insbesondere an den Bedürfnissen der Patienten orientieren, welche zunächst zur Verbesserung ihrer eingeschränkten Gehfähigkeit ein entsprechendes Gangtraining benötigen (im besten Fall eines mit der Unterstützung durch virtuelle Realität, siehe: https://www.snap-gmbh.com/blog/virtuelle-realit%C3%A4t-im-gang-training).

Darüber hinaus sowohl ein propriozeptives Training zur Verringerung der Sturzgefahr, als auch ein gezieltes Krafttraining zur Aufrichtung der Körperhaltung.


Neuere Studien legen außerdem den Schluss nahe das ein aerobes Ausdauertraining eine Neurogenese (eine Neubildung von Nervenzellen im Gehirn) hervorrufen kann.

Da es sich bei Morbus Parkinson um ein Absterben von Nervenzellen im Gehirn handelt, sollte dieses Training begleitend zur medikamentösen Therapie durchgeführt werden.


Weiterhin zeichnet sich ab, dass hochintensives Training in den frühen Stadien nicht nur umsetzbar und sicher ist, sondern auch die größten Effekte für die Patienten hervorruft.

Hierbei muss natürlich die Komponente bedacht werden, dass es sich ohnehin schwierig gestaltet ältere, körperlich eingeschränkte Menschen zu einem kontinuierlichen, regelmäßigen Training zu motivieren und eine hohe Trainingsintensität hier zusätzlich abschreckend wirken kann.



Abschließend bleibt zu sagen das keiner der hier aufgeführten Trainingsaspekte (Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining) einen anderen ersetzen kann und eine sinnvolle Kombination all dieser Elemente am ehesten zielführend ist.

Ob diese besser alle in ein Training integriert sind oder in unterschiedliche Einheiten aufgeteilt werden ist hier an den Lebensumständen und der Leistungsfähigkeit sowie -bereitschaft des Individuums orientiert.

Die regelmäßige Ausführung ist für den Trainingserfolg jedoch unumgänglich.


Eine sinnvolle Möglichkeit des Trainings bietet das von der SNAP-GmbH konzipierte Training "Aktiv Gehen", welches auf die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gangfähigkeit, Aufrichtung der Körperhaltung und muskuläre Stabilität zielt: https://www.snap-gmbh.com/aktiv-gehen


Quellen: (Effect of High-Intensity Treadmill Exercise on Motor Symptoms in Patients With De Novo Parkinson Disease: A Phase 2 Randomized Clinical Trial | Lifestyle Behaviors | JAMA Neurology | JAMA Network)


(Ausdauersport bremst Parkinsonsymptome - Medical Tribune)


(Aerobes Training gegen Parkinson - Medical Tribune)

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